Publikationen

 Vorlesungen über die Politische Philosophie - ca. 73h!

 

Platon hat davon gesprochen, dass die philosophische Erkenntnis in der Schrift allein nicht darstellbar ist. Man muss die Gedanken mitdenken, in sich selbst erzeugen. Schriften sind deshalb nur Erinnerungs- und Gedächtniszeichen und Hilfsmittel für das Selbstdenken. Doch dafür sind sie unerlässlich.
„Publish or perish“, lautet ein Slogan der amerikanischen Akademiker.

Meine Schriften und Publikationen sind mir wichtig. Sie dokumentieren und formen Einsichten aus Forschungen und Gedanken, die im Gespräch mit Studierenden, in Vorlesungen und Vorträgen erprobt worden sind. Sie stellen sie zur Diskussion und Kritik, sie bekennen Farbe. Schreiben ist Mühe und lustvoll. Und in der Arbeit am Text beginnt jeden Tag aufs Neue die Herausforderung. Martin Walser, der es wissen muss, hat deshalb sinngemäß gesagt: nicht, dass und was man geschrieben habe, sondern dass man schreibe, zähle.

Philosophie verstehe ich nicht nur als Schuldisziplin, sondern auch als Weltwissenschaft; mit Kant kreist sie um Fragen, die jedermann notwendigerweise interessieren. Deshalb umfaßt mein Schriftenverzeichnis wissenschaftliche Literatur im engeren Sinn und Bücher und Essays, die sich an ein breiteres Publikum wenden. Thematisch folge ich den großen Fragen von Glaube und Vernunft, Recht und politischer Ordnung, Krieg und Frieden. Daneben beziehen sich meine Texte auf die teils sehr spezifischen Einzeldebatten, die sich heute daran anschließen.

Vieles lässt sich im Bild und der Erzählung treffender – und knapper – sagen als in langen Traktaten. So arbeite ich seit Jahren auch an erzählenden und lyrischen Texten. Dass Wissenschaftler dies tun, ist in Amerika oder Frankreich selbstverständlich. In Deutschland weniger. Dieses Tabu nehme ich nicht allzu ernst. Wohl aber die Arbeit am Text. Auch solche Texte werden bald das Licht der Öffentlichkeit erblicken.